Florencia Echeverría – „Selva Atlántica“

Abstrakte weiße Skulptureninstallation aus organischen, korallenartigen Keramikformen.

Die aus Rosario, Argentinien stammende bildende Künstlerin und Bildhauerin Florencia Echeverría erforschte während ihres Aufenthalts die Biodiversität des Atlantischen Regenwaldes und schuf von der Natur inspirierte Installationen.

„Der Regenwald ist anfangs überwältigend – so viel Leben, so viel Bewegung. Ich musste lernen, langsamer zu werden und die Muster im Chaos zu erkennen.“ – Florencia Echeverría

Echeverrías künstlerische Praxis konzentriert sich auf ortsspezifische Installationen, die auf ihre Umgebung reagieren. Ihr Aufenthalt im Awasi Iguazu trieb diesen Ansatz auf die Spitze, indem sie sich mit der ungeheuren Vitalität und Komplexität des Regenwald-Ökosystems auseinandersetzte.

Lebende Systeme

Anstatt Materialien in den Wald zu bringen, entschied sich Echeverría ausschließlich dafür, mit dem zu arbeiten, was sie dort vorfand – abgefallene Äste, Samenkapseln, Blätter in verschiedenen Stadien des Verfalls und die natürlichen Prozesse des Wachstums und der Zersetzung.

Ihre Installationen waren so konzipiert, dass sie sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln und lebende Elemente integrieren würden, die auch nach ihrem Weggang weiterwachsen und sich verändern würden. In einem Werk wurden Ranken durch ein filigranes Astgerüst geleitet, wodurch eine Skulptur entstand, die schließlich von dem Leben selbst, das sie umgab, überwuchert werden sollte.

Vergängliche Denkmäler

„Mich interessiert Kunst, die nicht auf Dauerhaftigkeit abzielt“, erklärt Echeverría. „Im Regenwald habe ich gesehen, wie schnell Dinge zurückgewonnen, recycelt und transformiert werden. Meine Arbeit hier besteht darin, an diesen Kreisläufen teilzuhaben, anstatt sie zu unterbrechen.“

„Jeden Morgen kehrte ich zu meinen Installationen zurück und fand sie verändert vor – von Insekten bewohnt, mit Tau bedeckt, teilweise vom Wind zerstört. Der Wald war mein Mitarbeiter.“ – Florencia Echeverría

Die Dokumentation wurde zu einem entscheidenden Bestandteil ihrer künstlerischen Praxis, da sie ihre Installationen zu verschiedenen Tageszeiten und bei unterschiedlichen Wetterbedingungen fotografierte. Diese Bilder fangen nicht nur die physischen Formen ein, sondern auch das Leben, das sich durch und um sie herum abspielte.

Echeverrías Herangehensweise an die Residenz verkörpert die Philosophie des Awasi Artist Immersion Programms – Werke zu schaffen, die unsere Verbindung zum Ort vertiefen und gleichzeitig das empfindliche Gleichgewicht der Ökosysteme respektieren, die uns inspirieren.

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